Zugtrupp

GRUPPENSTÄRKE 1 / 1 / 2 = 4

An der Spitze des Technischen Zuges steht der Zugführer mit seinem Zugtrupp (ZTr).

Zugtrupp (ZTr)
1 / 1 / 2 = 4
Mannschaftstransportwagen (MTW)
Er führt den Einsatz des Technischen Zuges bzw. mehrerer Fachgruppen und ist damit die Schnittstelle zur Einsatzleitung der anfordernden Behörde, 
von der er seine Aufträge erhält. Der Mannschaftstransportwagen (MTW) ist ein Multifunktionsfahrzeug für den Aufgabenbereich des Zugtrupps 
und für weitere logistische Aufgaben des Technischen Zuges.

1. Bergungsgruppe

GRUPPENSTÄRKE 0 / 2 / 7 = 9

Die Bergungsgruppe 1 (B 1) rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Sie führt Sicherungsarbeiten an Schadenstellen durch, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge her. Als vielseitigste Gruppe im Technischen Zug unterstützt sie die Fachgruppen des THW in technischer wie personeller Hinsicht.

1. Bergungsgruppe (B 1)0 / 2 / 7 = 9

Gerätekraftwagen (GKW 1)

Anhänger 7 t div Aufbau (Anh 7)

Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet. Als Schnell-Einsatz-Gruppe wird die Bergungsgruppe 1 in der Regel zuerst zum Einsatz kommen. Die Ausstattung dieser Einheit kann weitestgehend abgesetzt, getragen und autark eingesetzt werden. Sie umfasst ein umfangreiches Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Rettung und Bergung, zur Bearbeitung von Holz, Metall und Stein, zur Sicherung von Personen und Einsatzstellen, zum Trennen, Heben und Bewegen von Trümmern oder Bauteilen sowie zum Bau von Hilfskonstruktionen und vielen anderem mehr.Mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) steht den Bergungsgruppen ein vielseitiges Hilfsmittel für Rettungs-, Bergungs- und Sicherungsarbeiten zur Verfügung.

Ausstattung der Bergungsgruppe 1:GerätekraftwagenAnhänger 7t (als Ergänzungsausstattung möglich)

2. Bergungsgruppe Typ B

GRUPPENSTÄRKE 0 / 3 / 9 = 12

Die Bergungsgruppe 2 (B 2) ist neben einer Grundausstattung, die weitgehend jener der Bergungsgruppe 1 ähnelt, mit zusätzlichen, schwereren Komponenten ausgerüstet. Insbesondere nutzt sie elektrische und hydraulische Werkzeuge.

2. Bergungsgruppe Typ B (B 2 Typ B)0 / 3 / 9 = 12

Mehrzweckkraftwagen Typ B, 5t, gl, Ladebordwand (MzKW B)

Anhänger Netzersatzanlage 50 kVA mit Lichtmaschine.

Damit kann die Bergungsgruppe 2 Rettung und Bergung auch da vornehmen, wo höhere Leistung oder alternative Antriebsformen erforderlich sind oder der Lärm und die Abgase verbrennungsgetriebener Werkzeuge Menschen gefährden oder den Einsatz behindern würden. Außerdem kann die Bergungsgruppe 2 mit zusätzlichen Hochleistungsgeräten verstärkt werden, die auch das Eindringen in Trümmer beziehungsweise Beton ermöglichen. Die Bergungsgruppe 2 ist auch das Bindeglied zu den verschiedenen Fachgruppen, von denen einige nur durch die technische Ausstattung dieser Bergungsgruppe (insbesondere Stromversorgung) ihre volle technische Leistungsfähigkeit erreichen.In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Infrastruktur können die Stromerzeuger/Netzersatzanlagen der Bergungsgruppe 2 an der Einsatzstelle zur zentralen Versorgung mittels Baustromverteiler und Leitungssystemen sowie zur Einspeisung in wichtige Anlagen bzw. freigeschaltete Netzabschnitte eingesetzt werden. Zur großflächigen Ausleuchtung von Schadenstellen stehen ein Lichtmast mit vier beweglichen Flutlichtscheinwerfern und andere Scheinwerfer zur Verfügung.Die Geräteausstattung ergänzt und erweitert die Leistungsfähigkeit der Bergungsgruppe 1 und der Fachgruppen. Geräte, die z.B. bei der Bergungsgruppe 1 meist mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, sind bei der Bergungsgruppe 2 elektrisch betrieben.

Ausstattung der Bergungsgruppe 2 Typ B: MehrzweckkraftwagenAnhänger Netzersatzanlage 50 kVA mit Lichtmast (als Ergänzungsausstattung möglich)

Fachgruppe Ortung Typ B

GRUPPENSTÄRKE 0 / 2 / 7 = 9

Wenn Menschen eingeschlossen oder verschüttet sind, ist Rettung oft nur durch eine qualifizierte Ortung möglich.

Fachgruppe Ortung Typ B (FGr O (B)) 0 / 2 / 7 = 9

Mannschaftstransportwagen (MTW)

Die Einsatztaktik der Fachgruppe Ortung (FGr O) setzt auf eine Kombination von Rettungsspezialisten, ausgebildeten und geprüften Rettungshunden und technischem Ortungsgerät. Diese gebündelte Fachkompetenz verspricht auch in schwierigsten Lagen Erfolg. So kann der Einsatz von Ortungsspezialisten Klarheit bringen, ob beispielsweise unter Trümmern Leben vorhanden ist oder nicht. Die Fachgruppe Ortung Typ B verfügt über technisches Ortungsgerät, wie beispielsweise ein Videoendoskop. Die Fachgruppe Ortung kann aber neben der Suche nach vermissten oder verschütteten Personen auch andere Aufgaben übernehmen, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen das Aufspüren von Leckagen an Versorgungsleitungen oder Lageerkundungen. Die Fachgruppe verfügt über technisch-elektronische Ortungsgeräte, Geräte zur Ersterkundung, Sanitäts- und Rettungsausstattung sowie über Sicherungsgerät.

Fachgruppe Sprengen

GRUPPENSTÄRKE 0 / 2 / 4=6

Fachgruppe Sprengen (FGr Sp)Moderne Sprengtechnik kann helfen, das Leben von Menschen und Tieren zu retten, Sachwerte zu erhalten und Gefahrenquellen zu beseitigen.

Fachgruppe Sprengen (FGr Sp) 0 / 2 / 4 = 6

Mannschaftslastwagen Typ V (MLW 5)

Das Leistungsspektrum der Fachgruppe Sprengen (FGr Sp) reicht vom Schneefeldsprengen zur Beseitigung einer Lawinengefahr bis hin zum Deichsprengen, um bei extremen Hochwasserlagen das angestaute Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Weitere Optionen sind das Eissprengen oder Unterwasser-Sprengungen. Die Sprengexperten verfügen über das nötige "Know-how", unterspülte und verbogene Schienenstränge schnell und präzise zu trennen oder einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen.Auch für die Feuerwehr ist die Fachgruppe Sprengen von Interesse: Durch gezielte Sprengungen lassen sich beispielsweise Waldbrände eindämmen. Die Fachgruppe ist außerdem in der Lage, bei Großbränden Rauchabzugsöffnungen zu sprengen oder Eindring- bzw. Löschöffnungen herzustellen.Die Geräteausstattung dieser Fachgruppe ist darauf ausgelegt, kurzfristig Sprengungen verschiedenster Art durchzuführen. Sie umfasst ein spezielles Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Vorbereitung und Durchführung von Sprengungen sowie zur Sicherung von Personen und Sprengstellen. Darüber hinaus verfügt sie über Transportbehälter für Sprengstoffe und Zündmittel.Für manuelle Arbeiten, zum Beispiel für das Bohren von Sprenglöchern, Stemmen von Fallschlitzen und Anbringen von Dämmmitteln, benötigt die Fachgruppe die Unterstützung von anderen THW-Einheiten. Mitunter werden auch Baumaschinen benötigt, um Fallbetten anzulegen und Sprengtrümmer zu beseitigen.